Heute gibt es hier an dieser Stelle anstatt eines lang ausgearbeiteten Reviews nur ein kurzes Kochrezept:

Zutaten: 3 Bands aus einem HIWYHI-Tourbus, 2 Bands aus der Region, 1 Kupferdächle, nette Menschen.
Zubereitung: MAS auf die Bühne, Goldmannpark mit FlashForward und Fox Named King dazugeben und gut verrühren. Dann mit einer kleinen Briese JoyBecameClear abschmecken. Nach belieben mit Bier verfeinern! FERTIG ist ein herrlich schmackhaftes Gericht für Oktobertage mit 25 Grad.

So oder so ähnlich würde Beethoven diesen Tag beschreiben, sofern er nicht gerade mit Komponieren beschäftigt gewesen wäre. Doch, da wir leider nicht Beethoven sind und auch sonst recht wenig Ahnung von Kochrezepten haben, wollen wir den letzten Samstag nochmals mit einigen Worten revuepassieren lassen.

Es begann ca 5 Tage vor dem Konzert. Der kleine Pascal und der auch nicht große Jul hätten eigentlich am 18.10. 2014 ihre musikalische Kompetenz bei einem Geburtstag mit der Unpluggedband “Bionic5″ zur Schau gestellt, doch leider wurde dieser Geburtstag abgesagt. Dies eröffnete den krossen Easycorerern von JoyBecameClear natürlich ruckzuck ganz neue Möglichkeiten einer sinnlosen Wochenendgestaltung…. Um diesem allerdings vorzubeugen griff der Jul beherzt zum Telefonapparat und unterrichtete die, seit Jahren mit der Band verschwägerten, Nova. Da dieses nette Mädchen das Booking für den nicht minder netten Moritz und dessen Tour machte, sahen wir es als unsere Pflicht an, uns für einen Slot der Show in Pforzheim aufzudrängen.
Der Moritz hatte vor einigen Jahren keine Lust mehr sein Geld mit Menschenhandel und Schutzgelderpressung zu ergaunern und dachte sich deshalb “Ach… gründe ich doch einfach ein kleines Modelabel”! Dies hat er dann nicht nur gedacht sondern auch getan. Mit dem kurznamigen Label “Home is where your heart is” hat er sich somit den Traum erfüllt seine Kenntnisse in Mode und Klamotten mit seiner Erfahrung in puncto Menschenhandel und Erpressung zu kombinieren. Daraus ergab sich dann eine Tour mit 3 Bands in einem, vermutlich geklauten, Nightliner durch ganz Deutschland. ….das ist ein ziemlich netter Zug vom guten Moritz, weil er somit nicht nur seine Anziehsachen perfekt vermarkten kann, sondern auch jungen Bands die Möglichkeit bietet Konzerte vor echten Menschen zu spielen und danach im trockenen schlafen zu können.

Kurz und knapp: Die Nova und der Moritz freuten sich nen Furz aus der Hüfte. Hatten sie uns doch bereits vor einigen Wochen für diesen Termin angefragt, wo wir allerdings noch absagen mussten. Nun standen die Vorzeichen eben wieder anders und wir hatten innerhalb von 10 Minuten einen Gig in 5 Tagen ausgemacht. Freude machte sich weltweit breit.

Das Kupferdächle war für uns auch kein unbekannter Ort. Durften wir doch hier bereits mehrere Male den Kopf an einem Balken auskugeln, der komischerweise quer über die Bühne gespannt war…
Dies passierte an jenem Samstag allerdings nicht, da das ganze im kleinen Raum im Keller des Kupferdächles stattfand. Kurzerhand haben Moritz und sein Team die alten Kisten, Heizöltanks und Winterreifen zur Seite geräumt und  eine kleine Bühne aus dem Boden gemeißelt. Darauf stellten sie zuerst Amps, dann Kabel und zum Schluss die Bands. Gut durchdachtes Konzept… Halleluja.

Wir hatten an diesem Tag die glorreiche Idee mit 25 Autos zu dem Auftritt zu fahren, weil wir uns wie immer nicht einigen konnten wer wann und wo und mit wem losfährt… Egal.
Um 18 Uhr waren wir also dann dort und begannen uns mit Cola und Fanta Mut anzutrinken. Doch zuerst halloten und highfiveten wir uns noch mit den netten Bands, die bereits ihre Liegen vorm Kupferdächle mit Handtüchern reserviert hatten. Wir fühlten uns wie im Urlaub und konnten die Ruhe und Entspannung vor Ort förmlich schmecken..
Schmecken lies man sich dann auch die Pizzas, die von einem jungen Pizza-und-Menschenhändler in passenden Kartons angetragen wurden und ihren Platz auf dem riesigen Büffet einnahmen.
Währenddessen enterten die RAP-Freunde von MAS die Bühne und eröffneten den Abend. Gefolgt von den virtuosen Musikakrobaten von Goldmanpark und FlashForward. Diese Jungs schmetterten uns mit einem 4 stimmigen Gesangsbrett einfach mal 3 Räume weiter. Da wurde uns bewusst wie schön Gesang eigentlich sein kann… aber hey… “Schuster bleib bei deinen Leisten” dachten wir uns und besonnen uns auf unsere Kernkompetenz. Noch während wir merkten, dass wir uns auf nicht vorhandene Fakten zu besinnen versuchten, betraten dann die deutschsingenden Buben von Fox named King den Bereich zwischen Schlagzeugstuhl und Menschenmasse. ACHTUNG ZEITSPRUNG:
Wir gingen auf die Bühne und zeigten uns, wie immer, von unserer professionellsten Seite. Gekonnt spielten wir mit Mikrofonen und unseren Saiteninstrumenten. Dabei heizten wir nicht nur dem Mischer, sondern auch uns mächtig ein.
Dann war der Line-Check beendet. Ca 20 Minuten… neuer Rekord! …es ging auch fast alles, bis auf die beiden mittleren Monitorboxen vom Jul. Dieser musste also alle Texte auswendig singen… (versteht ihr?! ..Monitorbox und so!? 1… höhöhööö!! verrückter Witz)

Vorbei, Applaus, Abbau.
Wir haben uns gefreut, dass trotz später Spielzeit noch einige Menschen unseren Klängen lauschten und mit uns Spaß hatten. Ebenso haben wir uns gefreut, dass wir einen Merchstand und Merch dabei hatten, den wir allerdings vergessen hatten aufzubauen und zu verkaufen. Erfreulich waren auch die ganzen Leute dort und das imaginäre Saitenpaket.
Vielen Dank an HIWYHI, Nova, die Bands aus dem Bus, die Menschen im Kellerraum und an Ben, der jetzt wieder eine joybecameclear-Emailadresse hat. Warum auch immer…

Das nächste Review schreiben wir nüchtern und besser lesbar. Versprochen.

Es grüßt euch mit dem Duft von Bier,
eure Tanzband JB Clear.