Manche Geschichten beginnen in der Vergangenheit. Ansonsten würde man sie wohl auch nicht geschichte nennen, sondern Erdkunde oder Biologie…. whatever.
Jedenfalls kennen wir die netten Leute um Simon Bleckmann und Moritz Hippich jetzt doch schon ne Weile. Es war 2007 als man zum ersten Mal gemeinsam einige Hektoliter JackyCola auf die damals noch jungfräulichen Hüften ludt.
Mittlerweile haben diese Kalorien einen festen Platz dort eingenommen, was aber weder uns, noch unsere Maßanzugsschneiderei stört. „Alles gut“ meinte neulich Ottfried Fischer zu uns…
So geschah es also, dass wir einen Vertrag unterschrieben, der uns dazu befugte auf dem diesjährigen EselrockFestival zu spielen. Nach 2008 war dies also unser zweiter Auftritt im ehrwürdigen Heubergpark in Wesel. Doch damit gehörten wir noch lange nicht zum Inventar. Dies galt es sich also an diesem Tag zu erarbeiten….

Wir begannen den Tag also mit Aufstehen. Das fiel nicht jedem leicht, da einige aus unserer Band am Abend zuvor noch ein bisschen Rock ’n Roll spielten, und somit bereits dem bösen Alkohol in die Falle gegangen sind. Die einen Covic, die anderen weniger.
Jedenfalls fuhren wir so gegen 7:30 Uhr mit unserem „CandyVan“ in Richtung Wesel.
Pascal hat einen seiner Lebesgefährten mitgebracht, für den wir die ganze Fahrt nach einem passenden Namen suchten. Wir einigten uns auf Abu oder Quicky.
Das wars dann eigentlich schon an spannenden Themen….
Da man ein Review so aber leider nicht beenden kann, überlege ich mir noch ein paar lustige Sachen, die sich vielleicht so oder so ähnlich zugetragen haben könnten…

Wir kamen so gegen 12 oder 13 Uhr in Wesel an. Das Gelände des EselrockFestivals ist ca so groß wie Berlin, nur um einiges schöner. Simon und und sein Team aus Superhelden hat da ganz schön was in die Innenstadt gezimmert. Dies hat er sich auch mit einem eigenen AAA-Pass honoriert. Mit diesem war er praktisch der Ober-Babo.. also der real Badass auf dem Festival. Er durfte sogar ins Damenklo….

Als wir am morgen den Bus beladen hatten, hätten wir nochnicht erwartet, dass wir diesen auch wieder ausladen mussten. Dies wurde uns dann bewusst, als wir die Zufahrtsberechtigung in Form eines lässigen Winkens erhielten.
Der nette Herr Weigel von FlashForward half uns beim Ausladen und tauschte vermutlich meine Gibson Signature gegen eine alte Epiphone aus, wegen der er mich dann später auslachte… Nieder mit dem Proletariat. Dieser alte Kapitalist… 🙂

Um 14 Uhr standen wir dann auf der Welt, die die Bretter bedeutet, und rockten uns den Arsch ab. Spätestens beim dritten Song wurden wir bemerkt und beklatscht. Wir wedelten artig zurück!

Danach begann der eigentliche Teil unseres Ausflugs. Der Backstagebereich war gespickt mit netten Menschen, leckerem Essen, kühlen Erfrischungs- und Vernichtungsgetränken, sowie einer Playstation mit Flatscreen. Übel Techno!

11330655_854962507929469_507705235_nSo gingen die Stunden ins Land und die Getränke in uns. Die nette Familie Hippich hatte die Güte sich extra eine Wohnung gegenüber anzumieten, damit wir nach der Schufterei auf der Bühne kurz Duschen konnten. Endlich mal wieder eine Dusche. Es ist eine tolle Sache, wenn man nach mehreren Monaten seine echte Hausfarbe wieder sehen kann. Nur für Pascal war es nicht so toll. Sein Alpina-weiss-geziertes Hautbild enttäuschte den sonst so arabisch anmutenden Pascal dann doch ein wenig. Wir also Sonnenbrille auf und wieder rüber aufs Gelände. Pascal zeigen.

Es folgt wie in faste jedem Review ein derber Zeitsprung, von dem uns natürlich mal wieder die Hälfte entfallen ist.

Als dann fast die ganze Band halb nackt ein Flunkyballturnier angezettelt hatte und selbst die Beamten der Polizei mit einbezogen wurden (alkoholfrei natürlich) fielen im Backstage alle Dämme und wir wurden unserem Ruf als Backstageband mal wieder mehr als gerecht.
Ein bedeutender Dichte äußerte über uns einst folgenden Hashtag „#alsersterkommenalsletztergehen“.
Tja, sowas lernt man eben auf dem Dorf.

http://www.art-and-pics.de

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Nachdem die Securities dann nachts die Bluthunde auf uns loslassen wollten, sind wir dann mit einem seltsamen Taxifahrer in die Weseler Innenstadt gefahren, wo in einem kleinen Schuppen noch eine Aftershowparty stattfinden sollte. Diese Aftershowparty bestand zu 90% aus uns und noch ein paar Menschen aus Wesel…
Als dann endlich Simon, Moritz, Stefan und der kleine Basser von CrashDown eintrudelten fiel uns ein kleiner Stein vom Herzen und ein Schluck Bier aus dem Mund.
Jedoch muss man sagen, dass der Lakritzschnaps fürchterlich nach Lakritze schmeckt, was natürlich echt scheisse ist, wenn man Lakritze nicht mag. Aber kann man ja so nicht wissen… Vor allem „nem gschenkte Gaul guckt ma net ins Maul“ ! Also Augen zu und ca 20 davon rein. Danke Stefan!

Der gute Stefan und seine Haushaltsdame mit Spezialberechtigung nahmen uns irgendwann unter den Arm, um gemeinsam am Taxistand den Sonnenaufgang zu betrachten. Episch – mit tränengefüllten Augen – standen wir da und sahen der Sonne zu wie sie sich drehte. Immer schneller und schneller…

…Schlaf.

Kurze Zeit später kredenzte uns der Moritz dann eine fulminantes Frühstück mit allem was das Katerherz begehrte. Tausend Dank dafür!
Überraschenderweise war unser Bus bereits beladen und startklar. Also noch kurz ein bisschen mit Moritz geknutscht und dann ab in die Heimat.

Danke Wesel, danke Eselrock, danke Team und Freunde dort, danke Gott und danke auch an Abu oder Quicky!
Natürlich werden wir im nächsten Jahr wieder bei euch auf dem Eselrock spielen, keine Frage!! 🙂 Danke!

Die AbstinentenCombo JBC