So, einen Tag nach dem großen Showdown in fremden Gefilden ist es nun an der Zeit ein kleines Review des Geschehenen und Nichtgeschehenen zu verfassen.

Zu allererst sei jedoch einmal darauf hingewiesen, dass der werte Drummer Covic und der Popstar Jul soeben eine kleine Lokalinspektion in einem neu eröffneten Getränkelokal in unserer Heimatstadt Huttenheim durchgeführt haben. Sehr coole Atmosphäre, nettes Personal, gute Getränke und schöne Salate. Mit Garnelenspießen sogar. Himmlisch.

Ja, hierzu muss man sagen, dass unsere kleine 2000 Seelenmetropole bislang nur über 2 Kneipen verfügte. Den Holzwurm (bekannt aus Funk und Film) und dem Pub (ein Treffpunkt für jung, jünger und alt. Und älter). Hier kannten wir (sowie sämtliche andere Jugendliche) jedoch bereits die komplette Getränkekarte, sofern es eine gab. Diese jetzt ist uns jedoch neu. Das ist ein Ansporn, womit wir auch schon beim Thema wären. KIRCHZARTEN.

Nachdem der Gleichgewichtssinn in Juls Ohr am Sonntag versagte, und ihn ohne Nahrung die ganze Woche in die horizontale zwang, war dieser auch noch etwas angeschlagen und leicht desorientiert, als es um 14.30 hieß: ..Öhm, wer fährt eigentlich?..

Naja, diese Frage erleichterte uns dann ja der gute, treue, muskulöse, braungebrannte (..) Bernd. Schon allein aus diesem Grunde war er ein großes Vorbild von uns. Daher auch Vorbernd. Somit hatten wir also bei jedem Gig, zu dem er fuhr unsere eigene Vorbernd dabei.. *räusper* Ja. ..das ist lustig. (Vorbernd… ..lest es laut, wenn ihr noch nicht lacht)

Jedenfalls kam dieser wieder mit seinem nagelalten Passat angerollt und packte unser Equipment in seinen geräumigen Kofferraum. (der Kofferraum des Passats)

Ben fuhr auch, weil wir ja noch 3 Frauen, einen Schwabbl und einen Marko dabei hatten. Die drei Frauen sind fürs feine, Marko fürs brachiale zuständig. Er ist praktisch die Viagra eines jeden Circle Pits, das Boxauto im Pogo, ..der Eisbrecher vorm Wellenbrecher..usw. Schwabbl mischt alles. [..]

Wir fuhren los. Jedes Auto mit 5 Mann (und Frau) beladen und von sämtlichen Tierschutzorganisationen mit einem kritischen Blick beäugt.. Nach einer Stunde Fahrt dann die erste Rast auf einem Rastplatz. Schwabbl geht ins leckere Rastplatzklo. Ben und Marko hinterher mit einem Silvesterböller. Tür zu.. *baaang* … Ja. So war es. Schwabbl aht das gefreut und auch die anderen Rastplatzbesucher waren hellauf begeistert von dem kleinen pyrotechnischen Highlight im Rastplatzklo. Also.. schnell weg.

Covic hatte heute auch extra seine ..nasse Hunde.. Jacke zuhause vergessen, wodurch wir ein recht angenehmes Klima im Auto hatten. Falls jemand Covics Mopedschlüssel findet kann er ihm diesen gerne wieder zurückgeben, dass er in Zukunft nicht Donnerstag nachts von Bruchsal ca 15 Kilometer heimlaufen muss. Dies schaffte er jedoch immerhin in 2 Stunden und 50 Minuten, ..was schon alleine einen kleinen Applaus wert sein dürfte.

Jul kämpfte also weiter mit dem Schwindel und der kleine David saß neben Ben und war betrübt, weil er findet, dass er einfach zu uninteressant sei. Das finden wir ja auch, aber wir versuchen es ihm immer schonend beizubringen. Dafür ruderte er später umso mehr über die Bühne und schaltete in seinem hybridbetriebenen Handgelenk sogar zeitweise auf Doppelvergasung… Aber dazu später mehr.

Jedenfalls war die gesamte Truppe, nach einer Fahrt von ca 2 Stunden und der Suche der Location von ca einer weiteren Stunde, dann letztendlich pünktlich zum Soundcheck im AJ. Der Laden glich anfangs einem Jugendzentrum, was er auch eigentlich war. Aber es war ein schönes Jugendzentrum mit toiletten, einem klasse Backstageraum und einer schönen Bühne mit Stufen, massig Licht und einer sauberen Anlage.

Soundcheck. Der Klang auf der Bühne war klasse. Wie er unten war konnten wir nur an den Gesichtern unserer mitgereisten Fanmassen erahnen. Die Masse nickte zustimmend. Was entweder am Bass lag oder am Wohlgefallen.

Die Jungs von ..The Trashed.. und ..Bowel Function.. waren auch bereits das. Nette Burschen.

Bowel Function kannten wir ja bereits aus dem Emergenza, wo wir schon eine Bühne teilten. Man kannte sich also. Das nahm uns etwas von usnerem Heimweh. Immerhin waren wir ja ca 100000 km von unserer Stammkeipe entfernt.

Nach dem Soundcheck hatte die ganze Meute (immerhin 10 Leute) Hunger. Also fuhren wir erstmal ganz bequem, mit Schwabbl auf dem Beifahrersitz als Navigator mit Bernds Labtop, in Richtung Freiburg. Nach einigen Versuchen unseren Ben zu irritieren, welcher gerne großen Autos die Vorfahrt nimmt, kamen wir am Burger King an. Aus den Lautsprechern tönte bereits auf dem Parkplatz ..Yessss, I..m a guyyyy… Cheesy Bacon XXL… Also der Werbesong von BurgerKing. Das ludt uns ein. Wir gingen hinein. Covic bestellte sich gleich die gesamte Palette und David den Rest. Jul aß 2 Bissen von seinem Doppelcheesy oder so. Dem war noch schwindlig wie sau, wodurch er lieber im Cola rumrührte. Schwabbl hat ihm eine extra BarbequeSoße bestellt, von welcher wir hier ganz offiziell abraten möchten. Ganz ganz schrecklich!!!

Ob das Wesen vor der Theke nun ein Mädchen oder ein Junge war, wird sich wohl nie herausstellen. Den Versuch von Marko, den Vater zu fragen konnten wir glücklicherweise im letzten Moment vereiteln.

Nach dem Essen gings zurück zum AJ nach Kirchzarten, wo der Jonas (der chef von allem dort, glauben wir) bereits alles fix und fertig hatte. Also die Soundchecks ohne größere Schäden bewältigt hatte.. (hat übrigens toll gemischt! Danke hierfür)

Wir also komplette Kompanie ab ins Backstage. Das war klasse. Couch, Tische und sogar eine Languste aus Plastik. Covic hatte sich natürlich sofort in sie verguckt und spielte mit ihr wie ein kleiner Wonneproppen. David furzte oft. Das klang auf der Couch auch richtig männlich. In diesen Momenten fühlte er sich von der Gruppe angenommen und glaubte, aufgrund des Gelächters, interessant zu sein. Naja, der Sound des Furzes war es.

Um 21 Uhr war unsere Stagetime. ..dachten wir. Doch als die erste Band um 21.30 dann im Backstage noch ein Bier aufmachte (bevor sie begannen zu spielen) wussten wir, dass es mit 21 Uhr wohl nichtmehr ganz reichen würde. Jul freute das nicht. Weil sich bei ihm alles drehte. Ben drehte sich auch als er ein Handy in die Hand bekam und die treuen Weggefährten Frodo, Legolas, Ouzo, Matze, Maxi und Shorty zum AJ navigieren durfte. Naja, sie standen zwar bereits davor, aber Ben hat sie trotzdem noch mal navigiert. Nun waren wir also 15 Leute aus der Heimat. (Frodo und Legolas mussten leider wieder vorzeitig nach Mittelerde um den Ring zu vernichten, was ihnen Marek Lieberberg jedoch zunichte machte. ..*hmm*.. punkt punkt punk)

 

Was dir Uhr dann letztendlich sprach, als die 4 die Bühne betrat weiss keiner so genau. Es war jedenfalls nicht 21 uhr, aber das war dann auch egal. Das Intro erklang. Das licht blieb an. Egal. So sah man uns wenigstens. F-Dur. Der erste Ton. Covic spielte ein X-mol-minor auf dem Schlagzeug. Dann gings richtig los. Die Bühne kollabierte unter den rudernden Peitschenhieben von David am Bass, Ben schwang seinen Seitenscheitel 3 mal um die eigene Achse, Jul wurde dadurch noch schwindliger und er warf die Gitarre gen Himmel worauf Covic nochmals 367 Schläge mit der Basedrum innerhalb 3 Sekunden donnerte. Es war schön und uns gefiel es. Den ca 100 Leuten in dem kleinen Raum (welcher übrigens mit ca 50 Grad recht angenehm beheizt war) schien es soweit auch zu gefallen, was wir anhand der fehlenden Gemüsewurfgeschossen einfach mal so ganz frech zu behaupten wagen. Marek Lieberberg ist übrigens der Organisator von Rock am Ring. Rock am RIIIING [—sie zu knechten… ] ..Na? Groschen gefallen? …lest mal weiter oben, dann versteht ihr das tolle Wortspiel von vorhin. Genial oder? ..

Danke an alle die mitgefahren sind, an den Jonas vom AJ, an Bowel Function, an den Burgerking und an den Rasthof, wo man ab 12 Uhr kein Bier mehr kaufen kann..!

Bis zum nächsten Review. We love to entertain YOUU.

jul / jbc